Beim Zweiten Internationalen Treffen junger Revolutionäre 28.-30. August in Frankreich erklären 90 Jugendvertreter aus 11 Ländern: „Nieder mit dem Krieg, nieder mit der Ausbeutung!“
Wir kommen aus Palästina, den Vereinigten Staaten von Amerika, Mexiko, Kanada, Azania (Südafrika), Russland, der Ukraine, Portugal, Italien, Spanien und Frankreich. Dieses internationale Treffen junger Revolutionäre, das von der französischen Sektion der 4. Internationale (Tendance Communiste Internationaliste – TCI) organisiert wurde, gab uns allen die Möglichkeit, uns zu treffen.
Dieses Treffen, international in seiner Zusammensetzung, war auch international in seinem Inhalt.
Wir sind vor einem Jahr nach dem ersten internationalen Treffen* abgereist. Einige Monate später erschütterte und erschüttert ein wichtiges Ereignis die Welt: der Völkermord am palästinensischen Volk im Gaza-Streifen. Junge Menschen in aller Welt haben ihr Entsetzen und ihre Empörung über die Lage zum Ausdruck gebracht.
Was jetzt im Gaza-Streifen geschieht, steht in direktem Zusammenhang mit den barbarischen Aktionen, die seit zwei Jahren in der Ukraine stattfinden. Denn Kriege entstehen nicht zufällig, sie werden im Schoß der Gesetze des Kapitals, im Schoß des kollabierenden kapitalistischen Ausbeutungssystems geboren.
An der vordersten Frontlinie der barbarischen imperialistischen Kriege steht die Jugend.
„Wir wissen, dass der Hauptfeind für die Arbeiter der westlichen Länder die NATO ist. Aber das Regime von Putin ist auch der Feind der Arbeiter“, sagte ein Genosse aus Russland.
Ein Genosse aus der Ukraine beschreibt, wie in seinem Land „Soldaten junge Burschen auf der Straße fangen, sie in Lastwagen zwingen und sie an die Front schicken.“
„Wir haben kein Problem mit Juden, wir sind gegen den Zionismus. Wir können all diese Toten, diese Morde nicht akzeptieren, wir können nicht akzeptieren, dass wir nicht das Recht haben, auf unserem eigenen Land zu leben“, erklärt ein Genosse aus Palästina.
Überall wachsen die Militärbudgets in gigantischem Tempo, werden Milliarden für den Krieg ausgegeben, damit Mord und Barbarei weitergehen. Das sind Milliarden, die der Jugend und der Arbeiterklasse fehlen, um angemessen leben und studieren zu können.
Noch entschiedener als bisher erklären wir: Jugendliche verschiedener Länder sind keine Feinde füreinander.
„Wir unterstützen das palästinensische Volk bedingungslos“, sagt ein Genosse aus den Vereinigten Staaten. – Unser Feind ist unsere eigene Regierung, der Kriegstreiber. Wir träumen von einer Zukunft in Frieden und Freiheit!“
Wir haben über die militärische Situation, die Situation der Frauen, die nationale Frage und das Recht der Völker auf Selbstbestimmung, die Zerstörung der Umwelt diskutiert … All diese Diskussionen führen zu demselben Problem – es ist notwendig, das kapitalistische System zu zerstören, es zu beseitigen!
Mehr noch als bisher müssen wir Verbindungen zwischen den Jugendlichen der Welt herstellen. Gemeinsam haben wir ein Organisationskomitee für das Dritte Internationale Jugendtreffen ins Leben gerufen.
* Dokumente des 1. Jugendcamps 2023 im International Bulletin of the Revolutionary Youth Nr. 1 (PDF)